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Die Geschichte von Peckfitz
Altes und Neues, Tradition und Zukunft- beides passt hier gut zusammen !
Entstehung des Namens
1438 - pekenissen
1473 - pekewitze
1488 - pekewitz
1506 - pekewitz
1842 - Peckfitz
Der Name ist wendisch. Es werden in alten Aufzeichnungen Personennamen, wie Pek, Pekos-(Pekoslaw), aufgeführt.
Fitz, witz, feitzen bedeutet Dorf.
Peckfitz bedeutet folglich Pekoshausen.
Die Entwicklung des Dorfes
Zum ersten Mal erwähnt wurde Peckfitz am 16. August 1438
als Pekenissen, als der Markgraf Friedrich der Jüngere die Gebrüder Ludolf, Busse und Gebhard von Alvensleben mit dem Gefälle der Güter, welche Gerke Hoge in Gardelegen zur Lehn hat, belehnt. Es werden darunter "zwey wüste Dorfstetten Dannefelde und Peckenissen" genannt.
1506 wurde in einem Lehnbrief erstmals der Name "peckewitze" genannt.
Um 1580 wurde das Dorf neu besiedelt, 11 Höfe wurden in Hufeisenform angelegt, von denen nach dem 30jährigen Krieg nur noch 5 wirtschaftliche übrig blieben.
1746 bauten sich die Peckfitzer eine eigene kleine Kirche, mit großer Unterstützung derer von
Alvensleben.

1775 gehörte das Dorf zur Alte Mark, Kreis Salzwedel. Geistliche Inspection Calbe, Patronat der Kirche: die Besitzer des Dorfes. Zu dieser Zeit gab es schon Schuster, Schneider und den Schmied.
1806 gab es im Ort:
6 Ganzbauern
4 Halbbauern
1 Kossat = Kleinbauer, vom Grundherrn angesiedelter Bauer, der ein Haus und etwas Land erhält und auf dem Hof arbeitete.
2 Büdner = Kleinbauer oder Kaufbudenbesitzer
3 Einlieger = ohne Grund, ohne Haus
682 Magdeburger Morgen Land
106 Quadrat – Ruthen Anteil im Drömling
24 Feuerstellen
123 Menschen.
Die Menschen ernährten sich von Ackerbau und Viehzucht und sie betrieben etwas Hopfenanbau.
1806/07: Die Leibeigenschaft wurde aufgehoben. Arbeiten und Abgaben mussten weiter getätigt werden, an derer von Alvensleben.
Im Kampf gegen Napoleon ließen bis 1815 12 Peckfitz ihr Leben. In der Kirche befindet sich eine Ehrentafel mit den Namen der Toten.

1835 hat Peckfitz: 203 Einwohner und 31 Häuser.
Peckfitz gehörte zum Land Preußen. Regierungsbezirk war Magdeburg und die Post Quarnebeck.
1869 brannte das Gemeindehaus ab, der Wind trieb die Funken gegen den Kirchturm. Der fing Feuer und brannte auch ab.
1870/71 Krieg gegen die Franzosen,14Peckfitzer Männer kehrten nicht zurück.
1871 wurde, während eines Gottesdienstes, der neue Kirchturm eingeweiht.
1898 hat die Gemeinde eine Gesamtfläche von 547,8 ha, 196 Einwohner, 40 Häuser. Wir gehören weiterhin zum Kreis Gardelegen. Unser Standesamt ist in Dannefeld. Außerdem gibt es in Peckfitz 1 Gastwirt, 1 Schmied und Schuster, 1 Schneider und 1 Schlachter.
1901 Peckfitz gehört nun zur Post Mieste.

1908 wird der Radfahrverein „Wanderslust“ gegründet. Die Vereinsfahne wurde bei Renovierungsarbeiten gefunden.
Am 1. Dezember 1910 hatte die Gemeinde 250 Einwohner und gehört zum Bezirk Neuhaldensleben.
1913 wird an der Friedhofsmauer unter der Friedeneiche der Stein zur Erinnerung an den Freiheitskrieg 1813-1815 gesetzt.
Am 01.März 1917 kam die Anordnung, eine der zwei Bronzeglocken für Kriegszwecke zu opfern.
Aus dem ersten Weltkrieg 1914-1918 kehrten 8 Peckfitzer nicht zurück.

Ca. 1918 bekommt die Gemeinde Strom.
1923 Währungsreform
1925 gibt es 281 Einwohner (mit den 3 Leuten vom Abbau und 12 vom Gürtel). Es gab 6 Telefone. Die Kirche bekam ihre zweite Glocke wieder.
1931 Einweihung des Kriegerdenkmals aus Anlass des Landwehrfestes. Diese werden bis 1939 regelmäßig durchgeführt.

Am 12. September 1933 wird die Freiwillige Feuerwehr Peckfitz gegründet. Im gleichen Jahr feiert der Radfahrverein sein 25 jähriges Bestehen. Es gab 6 Pkws.

1939 Mobilmachung, Autos werden zu Kriegszwecken eingezogen.
1940 Polnische Zwangsarbeiter kommen ins Dorf.
1941 Französische Kriegsgefangene waren auf dem Saal untergebracht, am Tage halfen sie den Bauern.
Am 1. Februar 1942 musste man die Bronzeglocke erneut abgeben. Der Lehrer schreibt mit seinen Schülern Heimatbriefe an die Front.

1943 russische Schuljungen werden den Höfen zugeteilt, die ersten Ausgebombten kommen an ( aus dem Magdeburger Raum, Hannover und Berlin).Die Luftangriffe nahmen zu.
1945 hatte die Gemeinde 333 Einwohner, man wohnte auf engstem Raum. Die Schule wurde Vor- und nachmittags durchgeführt.
Am 13. April 1945 rückte die amerikanische Panzerspitze mit ca. 15 Fahrzeugen in Peckfitz ein. Ende Mai zogen die Amerikaner aus der Altmark ab, britische Truppen besetzten sie danach. Im Juni war kein Flüchtling mehr aus dem Westen im Dorf. Ab dem 1. Juli war man jetzt in der sowjetischen Besatzungszone. Es gab immer noch 333 Einwohner. Am 1. Oktober begann die Schule wieder. 20 Männer kamen aus dem Krieg nicht zurück.
1946 gab es 392 Einwohner, die Gesamtfläche der Gemeinde betrug 648,92 ha. Auf Wunsch der Angehörigen wird das Grab des russischen Kriegsgefangenen umgebettet. Bei der Verteidigung ihrer Habseligkeiten, wird eine Frau erschossen. Jetzt wurden Nachtwachen eingesetzt (immer 2 Mann). Der Saal wird beschlagnahmt und mit Getreide gefüllt.
1948 erneute Währungsreform, für 10 Reichsmark gab es 1 DM.
07.10.1949 Gründung der Deutschen Demokratischen Republik
1952 gab es 330 Einwohner, 40 schulpflichtige Kinder, 7 Kuhbauern.
1956 gab es 3 Fernsehapparate.
1957 gab es 310 Einwohner, 319 Rinder, 1032 Schweine und 75 Schafe.
1958 erfolgte der Geldumtausch 1:1, 300 Mark wurden dem Bürger bar ausgezahlt, der rest ging auf das Konto. Es gibt 2 Pkws der Marke Wartburg.
01.01.1959 Gründung der LPG. Eine KG Verkaufsstelle wird eingerichtet.
1962 wird das Gründreieck angelegt. Alle Arbeiten wurden freiwillig und unentgeltlich durchgeführt.
1964 Wir haben endlich eine Bushaltestelle

1969 die Verkaufsstelle und die Gaststätte öffnen ihre Türen.
Am 1. April 1970 wurde eine neue Bürgermeisterin gewählt, die keine gebbürtige Peckfitzerin war, sie sollte 20 Jahre das „Oberhaupt“ des Dorfes bleiben.
Seit dem 14. April 1972 besuchen auch die Peckfitzer Kinder den Kindergarten in Mieste.
Am 04.Juli 1973 brennt das Waldstück am schwarzen Weg am Nachmittag. Bereits am Vormittag gab es einen Hängerbrand einen Stoppelstreifenbrand und Stroh auf dem Feld stand auch in Flammen. Ein schwarzer Tag für die FFW - die TS lief nicht mehr und es kam eine Austauschpumpe..
Am 14. März 1974 wurde der Gemeindeverband Mieste mit den Gemeinden Sichau, Sachau, Solpke, Jeggau, Peckfitz, Köckte, Dannefeld, Miesterhorst und Mieste gebildet.
1979 Die Auslieferung eines PKW dauert nun schon 14 Jahre.
1980 Die Sommerzeit wird auch in der DDR eingeführt. 14. Juni ein Wirbelsturm über dem Ort. Hundertjährige Eichen werden in 3 Meter Höhe einfach abgedreht und Krathges Busch total verwüstet.
1981 eine Volks-, Berufs-, Gebäude und Wohnraumzählung wird durchgeführt:
Einwohner insgesamt: 184
Männlich 93
Weiblich 91
Kinder bis 16 Jahre 29
Rentner 53
Auspendler 29
Einpendler 21
Wohngebäude 52
1982 Die Mastanlage stellt zum Kindertag ein Klettergerüst auf.
1983 50jähriges Bestehen der Feuerwehr
Volksstimme vom 22. September 1984: Ältester Bürger: Friedrich Schulz *18.01.1892
Jüngster Bürger: Kathleen Kern *22.07.1984
187 Einwohner leben in 76 Haushalten. Es gibt 43 PKW, 96 Radiogeräte, 76 Fernsehgeräte, 82 Waschmaschinen und 84 Kühlschränke.
In der FFW gibt es 26 aktive Mitglieder.
Einmal in der Woche findet die Arztsprechstunde statt.
3 mal in der Woche wird Obst und Gemüse aufgekauft.
Am 3. Januar 1986 beginnt der Bau des Oxyteiches.
Am 12. März 1988 findet die erste Polterhochzeit statt. Der bis heute einige folgten.
Im September 1989 wird die Straße erneuert.
Bei den ersten freien Kommunalwahlen am 06. Mai 1990 wurde dann natürlich auch ein neuer Bürgermeister gewählt.
Das letzte Baby des alten Jahrtausend wurde am 19.08.1999 geboren und heißt Sebastian Könnig.
Quelle: Chronik der Gemeinde Peckfitz
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Damit unsere Kinder nie fragen müssen:
"Wieso habt Ihr eigentlich nichts gemacht?"
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